Osteophatie für Pferde Für schwungvolle, raumgreifende, taktmäßige Bewegungsabläufe ist das harmonische Zusammenspiel einer Vielzahl von Strukturen notwendig.  Grundvorrausetzung ist physiologische Interaktion zwischen Nervensystem und Muskulatur, d.h. nervale Impulse müssen störungsfrei von einem System in das andere fließen.  Die Gelenke der Wirbelsäule und Gliedmaßen müssen frei beweglich, dürfen nicht blockiert sein. Der Sehnen- und Bandapparat sollte intakt und funktionsfähig sein.         Faszien müssen frei sein Des Weiteren ist es wichtig , dass Faszien, die Muskeln und Organe umhüllen, Stütz- und Schutzfunktionen haben, sowie Zug- und Druckkräfte auf andere Strukturen übertragen, nicht verkürzt oder verklebt sind.
Viele Ursachen und Störfaktoren sind möglich In diesem komplexen System kann es durch plötzliche Ereignisse  wie Stürze, Weideunfälle, Vertreten oder auch durch länger anhaltende Fehlbelastungen zu Störungen kommen.  Zu diesen Belastungen gehört zum Beispiel auch ein nicht passender Sattel, ein unausbalancierter Reiter (Schulpferde!), ein zu hohes Boxenfenster oder ein nicht ausgewogenes, zu anspruchsvolles aber auch ein zu wenig anspruchsvolles Training.   Über kompensatorische Ressourcen ist ein Pferd in der Lage, kurzfristig kleinere Verletzungen und Defizite auszugleichen (Diese Mechanismen sind evolutionsbedingt bei Pferden überlebenswichtig) Dauerhaft kann es jedoch zu schweren Schäden kommen und durch eine nicht behandelte Primärverletzung sind Sekundärschäden möglich.   Osteophatie versteht den Körper als Einheit und physische Faktoren haben immer auch Einfluss auf die Psyche des Pferdes  Pferdephysiotherapie / -Osteopathie ist also sinnvoll: •	bei verschiedenen Formen von Lahmheiten oder Taktstörungen •	bei Rückenproblemen •	bei Kopf- oder Schweifschiefhaltungen •	bei Rittigkeitsproblemen (häufig nur auf einer Hand) •	nach Stürzen oder Unfällen •	bei Verhaltensauffälligkeiten •	zur Rehabilitation / Behandlung nach Verletzungen oder Operationen •	zur Präventionen bzw. Vorbereitungen auf Leistungsprüfungen •	als jährlicher „Check“             Allein eine physiotherapeutische /osteopathische Behandlung kann natürlich nicht Versäumnisse oder Defizite auf anderen Gebieten ausgleichen oder beseitigen. Und jede Art von schwereren Verletzungen und Krankheiten sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Die Muskulatur des Pferdes darf nicht verspannt und sollte kräftig und auch dehnfähig sein Stichwort: muskuläre Dysbalancen.
© Imke Kröger 2018
Imke Kröger Physiotherapeutin Pferdeosteopathin/ Pferdephysiotherapeutin (FN) Lymphdrainagetherapeutin Hippotherapeutin K-Therapeutin (kinesiologisches Tapen) Akupunktur funktionelles Bodentraining nach Welter-Böller
Faszie     bezeichnet    die    Weichteil-Komponenten    des    Bindegewebes,    die    den ganzen    Körper    als    ein    umhüllendes    und    verbindendes    Spannungsnetzwerk durchdringen.   Dieses   körperweite   Netzwerk   erhält   die   strukturelle   Integrität. Das    heißt,    es    sorgt    dafür,    dass    die    Teile    des    Körpers    zu    einem    Ganzen zusammengefügt   sind   und   bleiben.   Es   unterstützt   den   Körper,   schützt   ihn   und wirkt wie ein elastischer Stoßdämpfer bei Bewegungen. Quelle: Wikipedia
Es gibt viele Faktoren, die einen direkten sowie indirekten Einfluss auf die Biomechanik des Pferdes haben: Haltung Hufbeschlag Ernährung Zahnstand Trainingsweise